Wie entsteht ein Projekt dieser Art? Warum gerade so? Und warum überhaupt?
Hier ein kurzer Abriss zur Entstehung und Weiterentwicklung der Offizierseiten.
I. Oktober 2000
Lehrgangsbeginn 68.OAJ / HS 14. Die IV.Inspektion beherbergt Lehrgangsteilnehmer, welche unter anderem auch den Jahrgangsring der Heeres-OA ins Leben rufen. Vieles wird anders gesehen. Ein Mentor – der 1. Rechtslehrer der OSH – weckt die Hoffnungen der Fähnriche, nicht nur als Lehrgangsteilnehmer wahrgenommen zu werden, sondern als Gestalter der eigenen Zukunft und der Zukunft der späteren Anvertrauten. Führungspersonal, welches nicht nur Leistung als Arbeitsaufgabe abliefert, sondern die Aufgabe an sich als Lebensprinzip wahrzunehmen beginnt.
II. Dezember 2000
Die Idee wird geboren: aus der Not heraus, dass es keine Internetplattform für den Offiziernachwuchs und die Offiziere gibt, dass die verfügbaren Informationen spärlich und dünn gesät sind, zusammenhanglos und ministerial auf den dienstlich zugänglichen Seiten aufbereitet, wenig farblich und ansprechend und: vor allem anderen eines sind – unpräzise und nur auf Nachwuchsquoten und Zugangsvorrausetzungen minimiert. Es gibt kein Bild des Offiziers, keine Beschreibung außer den lexikalischen, nicht einmal ansatzweise ein Versuch, die Vielfältigkeit und den Facettenreichtum dieses einzigartigen Führungsberufes zu beschreiben. Nur das historische Bild ist in den Köpfen und Meinungen: was ein Offizier sei, was er darf und muss, ein überzogenes Bild eines humanistisch ausgebildeten, politisch korrekten Willensmenschen, etwas zwischen Preussen und Westpoint, etwas, dass die erteilten Aufträge so ausführt, kontrolliert abarbeitet, dass man sich die eigene Karriere schadlos hält, wenn man so einen Typus als Untergebenen hat. Ein preussischer Postbeamter um 1895 in einer Bundeswehruniform, sehr gut englisch sprechend, die deutsche Sicherheitspolitik, die der NATO und der EU verstehend, nicht zuletzt geschichtsübergreifend. Man kann also sagen: alles verstehend, außer sich selbst.
Alle diese Gedanken führten zur Registrierung der ersten Domain: alles-fuer-den-offizier.de, gefolgt von der Sicherung schutzbedürftiger Namen, wie z.Bsp. deutscheroffizier.de, offizierschule-des-heeres.de und ähnlicher kontextwichtiger Namen.
III. Mai 2001
Die Seiten erhalten Struktur im HTML-Format, aufwendig zu bearbeiten und zu erhalten. Viele Bilder sollen die farblich ansprechend gestalteten Seiten beleben, die Mediathek ist umständlich aber notwendig.
IV. 2002-2007
Diverse Aktualisierungen, staatsbürgerliche Themen werden eingearbeitet und von Herrn Stöhr gepflegt.
V. 2007-2009
Die Seiten ruhen, neue Beträge werden nicht mehr eingestellt. Nullkurve.
VI. Oktober 2009
Joomla! wird in 3 Wochen autodidaktisch erlernt. Zunächst werden einige private und betriebliche Projekte angenommen und übersetzt, bei der Kontrolle der vorgehalten Domains, laufen mir die „alten“ Domainnamen über den Monitor.
VII. Januar 2010
Eine Kurzschlussreaktion am 3. Januar des Jahres lässt mich die Offizierseiten abschalten, inhaltlich sichern und in einer neuen Joomla! Grundinstallation neu auflegen. Zunächst behelfsmäßig geflickt, werden die Strukturen gestrafft, Themen poliert und im Datenbankformat mit vielen „kostenlosen“ Programmierwerkzeugen optisch und funktional aufbereitet.
VIII. seit März 2010
Neue Tools und Themenbereiche werden aufgelegt.












